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Steigende Infektionszahlen durch Superspreader-Events

Julia Maus
|
6. November 2020
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Auswertung der Studie mithilfe der Extremwerttheorie möglich

Welche Rolle spielen Super-Spreading-Ereignisse für steigende Infektionszahlen? Dieser Frage sind Forscher vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) in den USA nachgegangen. Sie haben in einer Studie untersucht, inwiefern sogenannte Superspreader für die steigenden Infektionszahlen verantwortlich sind und welche Rolle sie für den Verlauf der Covid-19-Pandemie haben.

Die Forscher haben die Daten von 60 Super-Spreading-Ereignissen von von Influenza, Sars, Sars-Cov-2 und weiteren Viren und Krankheiten gesammelt. Die statistischen Modelle der Extremwerttheorie haben sie daraufhin genutzt, zu erreichnen, inwiefern Superspreader eine Auswirkung auf die Ausbreitung des Coronavirus’ haben.

Info: Die Extremwerttheorie stammt aus der Finanzmathematik. Mit dieser lässt sich berechnen, ob und wie Einzelereignisse extremste Folgen hervorrufen können. Normalerweise wird das Extremwerttheorie-Modell zur Berechnung von Naturkatastrophen genutzt, um deren Wirkung bspw. auf Versicherungszahlen abschätzen zu können.

Steigende Infektionszahlen durch Superspreader nachgewiesen

Normalerweise geht man von einer Ansteckungsrate zwischen drei und fünf Personen aus. Die Forscher konnten durch die Verwendung der Extremwerttheorie-Modelle allerdings feststellen, dass sogenannte Superspreader jedoch zwischen vier und sechs Personen anstecken. Sie konnten feststellen, dass 45 Superspreader-Ereignisse der derzeitigen Pandemie für die hohe Infektionsrate verantwortlich sind.

Super-Spreading Events sind wichtiger als wir zunächst annahmen. Obwohl es extreme Ereignisse sind, kommen sie häufiger vor, als wir dachten. Wenn wir diese Superspreader-Ereignisse kontrollieren könnten, so könnten wir auch die Pandemie besser unter Kontrolle bringen”, sagt James Collins.

https://news.mit.edu/2020/super-spreading-covid-transmission-1102

Der sogenannte “fat tail” – der “dicke Schwanz” – eines einzigen Superspreader-Events hat zur Folge, dass jede neue infizierte Person wiederum Menschen neu ansteckt. Da nicht wie bisher angenommen nur zwischen drei und fünf Personen infiziert worden sind, sondern zwischen vier und sechs Personen, breitet sich das Virus dementsprechend schneller aus.

Wie können steigende Infektionszahlen vermindert werden?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Verhinderung von Super-Spreading-Ereignissen einen großen Einfluss auf die Übertragungsrate des Coronavirus’ haben.

“Die großen Superspreader-Ereignisse mit 10 bis 100 infizierten Menschen sind weitaus häufiger als erwartet”, sagt Felix Wong, einer der Forscher des MIT.

https://news.mit.edu/2020/super-spreading-covid-transmission-1102

Es gibt daher laut Forschern die einfache Möglichkeit, Superspreader-Ereignisse einzudämmen: Man muss verhindern, dass Superspreader auf Versammlungen o.ä. mit mehr als zehn Menschen interagieren. Die Forscher konnten nämlich feststellen, dass es keinen signifikanten Infektionsanstieg gab, solang die Personen mit weniger als zehn weiteren Menschen Kontakt hatten. Mehr Menschen wurden allerdings infiziert, sobald die Zahl überschritten wurde. Die Super-Spreading-Übertragungsrate gilt interessanterweise nicht nur für Covid-19, sondern auch für die normale Grippe, für Windpocken oder auch Masern. Halten wir also steigende Infektionszahlen gering, solange wir uns nicht mit mehr als zehn Menschen treffen (ein Superspreader kann jeder sein!), können wir auch die Pandemie abflachen.

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