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Spannende Einblicke in die Eventlocation-Agentur re:mynd

Julia Maus
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11. November 2020
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Wir haben mit Yvonne Schrodt, Mit-Gründerin von re:mynd, einer Full Service Eventlocation-Agentur in Frankfurt am Main, über die momentane Situation ihres Unternehmens gesprochen.

Stelle dich und re:mynd unseren Lesern kurz vor

Mein Name ist Yvonne Schrodt und ich bin 44 Jahre alt. Ich habe eine 15-Jährige Tochter und liebe Sport, backen, gutes Essen und Wein. Gemeinsam mit meiner Partnerin Jana Ehret habe ich re:mynd – eine Eventagentur mit eigenen Workshop- und Meetingräumen auf knapp 600 qm im schönen Frankfurter Ostend gegründet. Unsere Räume laden nicht nur zum Arbeiten ein, sondern auch zum Verweilen und Wohlfühlen. Hier trifft New Work auf Wohnzimmeratmosphäre und schafft in Sekunden eine entspannte Umgebung für alle Arten von Workshops, Tagungen, Seminaren und Veranstaltungen.

Als junges Unternehmen mit dem ersten richtigen Geschäftsjahr, ist die aktuelle Situation sehr bedrückend. Zwar können wir grundsätzlich unsere Geschäftskunden mit ihren Workshops und Meetings bei uns begleiten, jedoch haben viele Kunden derzeit alle Präsenztermine vorerst aufgrund von Covid-19 ausgesetzt. Das führt dazu, dass wir trotz Hygienekonzept und optimaler Bestuhlungs- und Lüftungsmöglichkeiten derzeit an unsere Existenzgrenze kommen. Wir versuchen, den Kopf weiter oben zu halten.Treue Kunden kommen auch in der aktuellen Situation, weil sie sich auf uns und unser Konzept verlassen und sich sicher und wohlfühlen.

Darüber hinaus haben wir unser re:mynd-Portfolio erweitert und bieten nun auch die Möglichkeiten für Videokonferenzen und Streaming an. Viele Kunden nutzen die Möglichkeit, in kleiner entspannter  Runde und trotzdem Coronakonform bestuhlt bei uns zu sitzen und ihr Zoom Meeting mit stabilem Internet abzuhalten. Aber wenn es so bleibt, ist es ein Sterben auf Raten.

 In welchem Bereich liegen die Probleme deiner Kunden?

Unsere re:mynd-Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen und sind bunt wie ein Blumenstrauß. Zum Teil sind es große Konzerne und Banken. Hier gibt es klare Richtlinien und Regelungen in der aktuellen Situation. Das bedeutet, es gibt keine Präsenztermine.

Es traut sich derzeit eher der Mittelstand zu re:mynd. Wir merken immer mehr, dass die Menschen lieber ein Meeting mit Maske bei uns machen, bevor sie alleine vor dem Laptop sitzen. Die Menschen brauchen den sozialen Kontakt – insbesondere, wenn neue Teams zusammenfinden müssen oder Strategiemeetings stattfinden. Solche Themen sind in einem Präsenzmeeting deutlich besser abzubilden. Wir haben mit Gästen gesprochen, die über Monate alleine im Homeoffice saßen und erleichtert waren, dass sie bei re:mynd waren und persönlichen Kontakt zu ihren Kollegen hatten.
Interessanterweise kommen immer mehr Kunden aus dem ärztlichen und pharmazeutischen Umfeld zu uns.

Wie sieht das Hygienekonzept aus?

Ja, wir haben ein Hygienekonzept entwickelt und sind auch dabei es noch zu erweitern.
In all unseren Räumen stehen beispielsweise schon Desinfektionsstationen. In den öffentlichen Bereichen wie Flur, Toilette etc. ist Maskenpflicht. Unsere Mitarbeiter selbst tragen ebenfalls dauerhaft Maske. Der Vorteil an unserer Fläche ist, dass wir über bodentiefe Fenster verfügen, die geöffnet werden können und die Gäste auch direkt auf die Terrasse treten können.

Alle Oberflächen werden mit entsprechendem Desinfektionsmittel gereinigt und ergänzend künftig mit einem speziellen Langzeit-Oberflächenschutz behandelt, der Viren und Bakterien direkt abtötet.
Ebenfalls im Test sind derzeit spezielle Luftbefeuchter, welche  die Luft desinfizieren und Bakterien und Viren abtöten. Wenn wir Essen reichen, ist das Essen immer einzeln abgepackt und jeder Sitzplatz vorab entsprechen eingedeckt. Mittagessen funktioniert im Einbahnstraßensystem. Vor der Nutzung von gemeinschaftlichen Gegenständen sind die Hände zu desinfizieren. Ebenfalls ist bis zum Erreichen der Tische Maskenpflicht für alle. Getränke gibt es für jeden Einzelnen nur in Flaschen.

Gibt es Probleme seitens des Gesundheitsamts?

Nein – bisher nicht. Da wir immer mehr Veranstaltungen im Gesundheitsbereich haben und auch die Landesärztekammer unsere Maßnahmen selbst bei einer Veranstaltung getestet hat, sind wir gut aufgestellt. Jede Maßnahme und Konzept ist nur so gut, wie die Menschen, die es umsetzen. Unser re:mynd-Team geht hier sehr sorgsam mit der Umsetzung um. Ebenso sind unsere Kunden sehr achtsam und setzen teilweise sogar die Masken während der Meetings nicht ab.

Das Thema Aerosole und Ansteckung über die Luft ist momentan wichtig. Wie findet bei euch der Luftaustausch statt?

Wie oben erwähnt, sind wir gerade mit einem Anbieter zum Thema nachhaltige Luftbefeuchter im Austausch. Wir testen diese Geräte bei kleinen Veranstaltungen. Wir wollen wissen, wie die Kunden darauf reagieren und wie sich die Raumatmosphäre entwickelt. Eine Umsetzung in allen re:mynd-Räumen ist kurzfristig geplant.

Was würdest du gerne an der Situation verändern?

Ich würde mir wünschen, dass die Firmen uns ihr Vertrauen schenken und die Meetings, Workshops- und Tagungen wieder stärker bei uns umsetzen. Wir sind rein auf Business ausgerichtet und optimal aufgestellt. Sicherheit für Mitarbeiter ist sicherlich wichtig, aber es ist zu erkennen, dass die Menschen trotz Angst vor einer Infektion wieder aufeinandertreffen wollen. Sie vermissen den persönlichen Austausch und den Kaffeeklatsch. Die Menschen sind müde allein vorm Laptop in der zigsten Konferenz zu hängen. Sie sind ausgepowert und schaffen es nur schwer, private und berufliche Themen im Homeoffice zu trennen.

Für die Arbeitgeber ist es sicherer, Veranstaltungen bei uns zu machen, als im eigenen Bürogebäude. Wir sind die Profis, sowohl im Ausrichten und Umsetzen der einzelnen Kundenworkshops, als auch in Sachen Hygiene- und Sicherheitsumsetzung. Wir sind gerne Gastgeber und schaffen es auch in der aktuellen Situation, Menschen so zu begleiten, dass sie sich sicher fühlen und doch gemeinsam in einem kreativen Umfeld arbeiten können.

Ich wünsche mir, dass sich die Kunden wieder vermehrt zu uns trauen. Es ist inzwischen bekannt, dass sich im beruflichen Umfeld viel weniger Menschen anstecken als im privaten Bereich. Menschen, die sich in einem sicheren Umfeld beruflich wieder persönlich treffen können, schaffen es auch, sich privat einzuschränken und auf übermäßig viele soziale Kontakte zu verzichten. Letztendlich dient das zur Einschränkung und damit zur Unterbrechung der Infektionskette, ohne dabei Menschen komplett zu isolieren.

Die zwei Gründerinnen der Eventlocation re-mynd
Die Gründerinnen von re:mynd Jana Ehret und Yvonne Schrodt

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Yvonne von re:mynd für das Interview und den interessanten Einblick, den sie uns gegeben hat.

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Julia Maus
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