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Hohe Luftfeuchtigkeit vermindert Ansteckung mit Viren

Julia Maus
|
17. November 2020
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Warum ist eine hohe Luftfeuchtigkeit so wichtig?

Die Luftqualität spielt in der Bekämpfung von jeder Art Viren, Bakterien und Co. eine wichtige Rolle. Inzwischen haben Forscher festgestellt, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit durch Luftbefeuchter die Aerosole und somit die Ausbreitung des SARS-Cov-19 Virus eindämmen kann. Warum ist das so?

Eine gute Luftqualität lässt sich pauschal über die Qualität und die Anzahl von Schwebstoffen sowie die Feuchtigkeit in der Luft bestimmen. Unsere ausgeatmete Luft spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Probleme bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit

Ist die Luft zum Beispiel "staubtrocken", merken wir unsere trockenen Schleimhäute, einen trockenen Mund und trockene, brennende Augen. Die gefühlte und vorhandene Trockenheit in der Luft beeinflusst auch die Staubbelastung. Trockene Luft fördert eine lange Schwebedauer von Staubpartikeln und ausgeatmeten Aerosolen. Sinken diese irgendwann auf eine Oberfläche, können sie im Vorbeigehen wieder sehr schnell hochgewirbelt werden und sich so sehr leicht fortbewegen. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr ist die Folge.

Unsere Atemluft ist ein Aerosol

Physikalisch gesehen ist unsere Atemluft ein Gemisch aus festen und tröpfchenförmigen Schwebstoffen sowie Wasserdampf. Im Winter können wir diese in der kalten Außenluft beim Ausatmen gut erkennen. Diese Atem-Mischung nennt sich auch Aerosol. Vom gesundheitlichen Aspekt aus, sind diese immer potentielle Krankheitsüberträger und stellen eine Verunreinigung der Luft dar. Solange wir uns an der frischen Luft befinden, ist die Gefahr sehr gering; halten wir uns allerdings in Innenräumen auf, so müssen wir einatmen, was vorhanden ist. In den meisten Räumen befinden sich Staubpartikel und Aerosole auf Oberflächen. Durch thermische oder auch erzwungene Konvektion (bspw. an Oberflächen vorbeigehen oder durch Heizungsluft oder Ventilatoren) werden Aerosole aufgewirbelt, verteilt, weitertransportiert oder auch verdünnt.

Hohe Luftfeuchtigkeit hilft

Wie bedeutsam ist es, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist? Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ist notwendig, um jeden festsitzenden Staub (egal ob in Polstermöbeln, auf Tischen oder in Vorhängen) zu entfernen und eine mögliche Weiterverbreitung von Staub und Aerosolen zu verhindern. Im Haushalt nutzen wir feuchte Tücher, um Staub auf unseren Möbeln zu entfernen. Oder aber wir nehmen Sprühflaschen und sprühen die verstaubten Oberflächen ein. Auf eingesprühten Flächen erkennen wir daraufhin gut die verklumpten Staubpartikel, die sich leicht mit einem feuchen Tuch entfernen lassen. Putzen wir allerdings sehr wenig, sammeln sich immer mehr Staub und Aerosole an, die im Vorbeigehen aufgewirbelt werden und uns oft zum Niesen bringen.

Luftbelastung im Innenraum durch Menschen

Befindet sich kein Mensch im Raum, kann man eine sogenannte Hintergrund-Konzentration von Schwebstoffen messen. Berücksichtigt werden muss allerdings dazu auch die Qualität der Außenluft sowie Filter, durch die Luft in den Raum befördert wird. Filter beeinflussen allerdings nicht, inwiefern Staubpartikel und Aerosole die Menschen im Raum krank machen. Die Hauptbelastung sind die Aktivitäten der Menschen im Raum. Dazu zählen:

  • Türen öffnen und schließen
  • Herumgehen
  • Fenster öffnen
  • Reinigungsarbeiten von Putzleuten
  • Handwerkertätigkeiten

Eine konstante hohe Luftfeuchtigkeit wirkt in Innenräumen von Gebäuden präventiv: Sie hält den Großteil der in der Luft schwebenden Teilchen auf allen Oberflächen fest. Dort können sie mithilfe von Putzutensilien aufgewischt und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung entsorgt werden.

Hohe Luftfeuchtigkeit benetzt Oberflächen und hält Staub und Aerosole fest
Eine feuchte Oberfläche hält Staub und Aerosole effektiv fest

Luftbefeuchtung ist wohltuend für das Gesamtempfinden

Hausstaub- und Pollenallergiker merken sehr schnell, ob die Oberflächen und der Boden regelmäßig gereinigt werden oder nicht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt wie Kleber: Sie hält Pollen und Hausstaub auf Oberflächen fest und verhindert so die Aufwirbelung in die Atemluft. In feuchten Räumen verspüren Allergiker deshalb oft eine signifikante Atemerleichterung. Warum ist das so? Ganz einfach: Die Allergen-Konzentration in der Luft nimmt stark ab.

Vorbild für heutige Gebäudetechnik sind Reinräume

Sogenannte Reinräume sind Räume, in denen die Konzetration von luftgetragenen Teilchen sehr gering ist. Vor allem Labore oder andere medizinische Einrichtungen nutzen Reinräume, damit Produkte nicht mit denen in der Luft schwebenden Teilchen verunreinigt werden. Die Erfahrungen in der Reinraum-Technologie haben Vorbildcharakter für das Erreichen von Zielwerten auch in der Gebäudetechnik: Die Grundidee, eine möglichst geringe Anzahl an luftgetragenen Teilchen zu erreichen, wird übernommen. In den meisten Reinräumen befinden sich entweder starke Luftventilatoren, die die Luft absaugen oder aber eine Luftfeuchtigkeit von 50-60%. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt folglich präventiv - ihren Nutzen sollten wir deshalb nicht unterschätzen.

Den gesamten Fachartikel können Sie hier nachlesen.

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