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Zuviel Händewaschen ist nicht gut – die DDG warnt vor Handekzemen

Julia Maus
|
28. April 2021
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Händewaschen gegen das SARS-Cov-2-Virus? Lieber nicht!

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. warnt vor zu viel Händewaschen. In Zeiten von Covid-19 und der dringenden Empfehlung vom RKI und den Medien, sich häufig die Hände zu waschen, um eine Infektion möglichst auszuschließen, klingt das doch sehr paradox. Die DDG hat jedoch begründete Bedenken, die sie in einer Mitteilung vom 29.3.2021 auf ihrer Website veröffentlicht hat.

Wasser und Seife greifen Schutzschicht der Haut an

Seit letztem Jahr wird dazu geraten, sich so oft wie es nur geht, die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen. Das verhindere die Verbreitung von möglichen Viren auf der Haut und würde das Risiko einer Coronainfektion zusammen mit den AHA+L-Regeln mindern.

„Zu beachten ist, dass die für die Handhygiene verwendeten Mittel nicht nur den erwünschten Effekt einer Ablösung oder Abtötung des Krankheitserregers haben, sondern auch das Hautorgan selbst beeinträchtigen können“, sagt Professor Dr. med. Peter Elsner, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).

Pressemitteilung 29.3.21

Wie funktioniert unsere Haut?

Unsere Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und besteht aus mehreren Schichten. Die oberste Hautschicht nennt sich Epidermis (Oberhaut), darunter liegt die Lederhaut (Dermis) und zuunterst die Unterhaut (Subcutis). Diese drei Schichten halten unseren gesamten Körper zusammen und schützen uns vor äußeren Einflüssen. Die Haut ist halb durchlässig und nimmt Wirkstoffe auf, speichert Wasser, Fett und Salze, scheidet Stoffwechselprodukte aus und reguliert unsere Temperatur.

Zu viel Seife trocknet aus

Eine normale Frequenz beim Händewaschen schadet der Haut normalerweise nicht. Wäscht man die Hände jedoch sehr oft am Tag mit Seife, trocknen die darin enthaltenen Stoffe die Haut schnell aus und führen zu Ekzemen. Hautarztpraxen haben seit Beginn der Pandemie einen starken Anstieg von Ekzemen bemerkt – das Coronavirus birgt also nicht nur ein Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit, sondern ist darüber hinaus noch für Hautkrankheiten verantwortlich.

Was sind Ekzeme?

Ekzeme sind entzündliche, meist juckende, nicht ansteckende Hautkrankheiten, die für den Betroffenen sehr unangenehm sind. Die Haut wird durch äußere Einflüsse wie Seife stark gereizt. Durch häufiges Händewaschen kann sie keine Schutzschicht mehr bilden, was zunächst zu Hautrötungen führt. Daraufhin sind mehrere Szenarien möglich: Nässende, brennende, raue Hautstellen oder aber juckende Stellen, die schnell blutig werden können, sind die Folge.

Vor allem sogenannte Kontaktekzeme sind die Folge von zu viel Seife. Kontaktekzeme sind eine akute Entzündungsreaktion der Haut, die sehr oft durch Reizstoffe oder aber Allergene ausgelöst wird. Um das Kontaktekzem zu verbessern, wird geraten, auf den Reizstoff, der das Ekzem ausgelöst hat, zu verzichten.

Das Universitätsklinikum in München hat in einer kleinen Studie 114 Krankenpfleger und Mediziner, die im OP und auf der Intensivstation arbeiten – sich also oft die Hände waschen müssen, um Keime so gut wie möglich zu reduzieren – untersucht. Besonders in dieser Arbeitsgruppe sowie bei Menschen, die oft mit stark reinigenden Hautreinigungsmitteln in Kontakt sind (wie beispielsweise Altenpfleger o.ä.), kommt es häufig zu Handekzemen.

Aufgrund von Corona nahm die Handhygiene bei den untersuchten Studienteilnehmern in einem extremen Ausmaß zu. Dies führte zu Hauttrockenheit (83,2 Prozent), gefolgt von Erythem (38,6 Prozent), Juckreiz (28,9 Prozent), Brennen (21,1 Prozent), Schuppung (18,4 Prozent), Fissuren (9,6 Prozent) und Schmerzen (4,4 Prozent).

Eine gute Handhygiene funktioniert anders

Der Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena ist überzeugt, dass „[…] die Erhaltung der Hautgesundheit ein Umdenken bei der Handhygiene-Strategie erforderlich [macht].“ Statt sich ständig mit Wasser und Seife die Hände zu reinigen, empfehlen die Dermatologen stattdessen, handelsübliche Desinfektionsmittel anzuwenden und sich danach die Hände mit einer rückfettenden Handcreme einzucremen. Diese Methode hat eine ebenso gute Wirkung wie Händewaschen und schont darüber hinaus unser größtes Organ im Körper.

Beim Desinfizieren der Hände sollte allerdings darauf geachtet werden, mindestens 30 Sekunden das Mittel gründlich zu verteilen. Erst, wenn das Mittel vollständig in die Haut eingezogen ist, kann die rückfettende Handcreme aufgetragen werden. Desinfektionsmittel, die schon eine rückfettende Wirkung haben, sind für dieses Prozedere sehr gut geeignet, da man sich das Eincremen der Hände durch sie sparen kann und trotzdem seiner Hautgesundheit etwas Gutes tut.

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