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Aktuelle Studien zu Covid-19

Julia Maus
|
5. Dezember 2020
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Neue Studien zu Covid-19 und die Auswirkungen auf den menschlichen Körper

Es gibt immer mehr neue Studien zu Covid-19 Virus. Seit März 2020 forschen Wissenschaftler intensiv, welche Auwirkungen das Virus auf uns Menschen haben kann. Inzwischen werden jede Woche neue Ergebnisse veröffentlicht. Wir haben uns repräsentativ zwei Studien zu Covid-19 herausgesucht, die die Auswirkungen auf Darm und Gehirn genauer unter die Lupe genommen haben.

Charité untersucht Auswirkungen auf Gehirn

Die Universitätsmediziner der Charité in Berlin untersuchten in einer Studie, wie Covid-19 in das Gehirn gelangen kann. Dazu nahmen sie insgesamt 33 Gewebeproben von Verstorbenen, die nachweislich mit Covid-19 infiziert waren. Es stellte sich heraus, dass sich über die Riechschleimhaut in der Nase das Virus seinen Weg in das Gehirn bahnen kann.

„Auf Basis [unserer Untersuchungen] gehen wir davon aus, dass SARS Cov-2 die Riechschleimhaut als Eintrittspforte ins Gehirn benutzen kann“, sagt Professor Heppner, Direktor des Instituts für Neuropathologie.

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/wie_sars_cov_2_in_das_gehirn_gelangt/ (4.12.2020)

Die Forscher haben diesen Bereich des Körpers genauer untersucht, da Infizierte über neurologische Symptome geklagt haben. Sie verloren den Geruchs- und Geschmackssinn, sie hatten Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen und klagten über Abgeschlagenheit. Im schlimmsten Fall kam es nach einer Infektion mit Covid-19 bei einigen Patienten zu Schlaganfällen.

Höchste Virusdichte in der Riechschleimhaut

Im Durchschnitt waren die Verstorbenen 72 Jahre alt. Die Forscherteam, bestehend aus Experten der Neuropathologie, Pathologie, Rechtsmedizin, Virologie und der klinischen Versorgung, hat während seiner Studie nach dem Erbgut des Covid-19 Virus und dem Protein der Virushülle gefahndet. Sie konnten es in verschiedenen neuroanatomischen Strukturen nachweisen, die unsere Sinnesorgane mit dem Hirnstamm verbinden. Mithilfe von elektromikroskopischen Aufnahmen stellte sich heraus, dass die höchste Virusdichte in der Riechschleimhaut vorkam.

„Von der Riechschleimhaut aus nutzt das Virus offenbar neuroanatomische Verbindungen wie beispielsweise den Riechnerv, um das Gehirn zu erreichen.Wichtig zu betonen ist aber, dass die von uns untersuchten [Patienten] einen schweren Verlauf gezeigt hatten. Die Ergebnisse unserer Studie können deshalb nicht zwangsläufig auf leichte oder mittelschwere Fälle übertragen werden,“ erklärt Professor Heppner.

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/wie_sars_cov_2_in_das_gehirn_gelangt/ (4.12.2020)

Die Forscher stellen in ihrer Studie zu Covid-19 die Vermutung an, dass das Virus von Nervenzelle zu Nervenzelle wandert und so schließlich ins Gehirn gelangt. Bei besonders schweren Verläufen konnten die Forscher Viruszellen in den Hirnregionen finden, die für die Atmung zuständig sind. So erschwert nicht nur der Virusbefall der Lunge das Atmen, sondern die Viren im Gehirn könnten die Atmung ebenfalls beeinträchtigen.

Studien zu Covid-19: Auch der Darm ist befallen

Eine weitere der vielen Studien zu Covid-19 hat den Virusbefall des Magen-Darm-Trakts genauer untersucht, da Betroffene über Magen-Darm-Probleme geklagt haben. Ein Forscherteam des Universitätsklinikums Erlangen hat durch Untersuchungen festgestellt, dass sich die Andockstellen des Coronavirus in besonders hoher Dichte auf der Darmoberfläche befinden. Ist das Virus einmal in den Körper gelangt, dockt es an Körperzellen, sogenannte ACE2-Rezeptoren, an und verbreitet sich von dort aus weiter.

WISSEN: Was bedeutet das? Dockt eine Virushülle an einen Rezeptor an, so kann es durch das (vom Körper des Infizierten selbst produzierten) Enzym TMPRSS2 in die Wirtszelle gelangen. Diese wird daraufhin vom Virus genutzt, um weitere Viren zu produzieren. Hat die Wirtszelle genügend Viren produziert, brechen diese aus der Wirtszelle aus, um wiederum neue, noch gesunde Zellen zu infizieren.

Die Forscher konnten feststellen, dass sich auf den Zellen der Darmschleimhaut, den sogenannten Enterozyten, sehr viele dieser TMPRSS2-Enzyme befinden. Daher könnte die Darmschleimhaut das Zielobjekt der Covid-19-Viren sein. Bei Darmerkrankungen jedoch besitzt der Körper weniger ACE2-Rezeptoren und produziert folglich auch weniger TMPRSS2-Enzyme. Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen könnten demnach resistenter gegenüber Covid-19 sein als gesunde Menschen.

Die Bildung von ACE2-Rezeptoren und dem TMPRSS2-Enzym kann allerdings von außen beeinflusst werden. Werden die Darmzellen über bestimmte mikrobielle Signale und Botenstoffe des Immunsystems stimuliert, kommt es zu einer geringeren Ausschüttung von ACE2. Dadurch gelangen sie zu der These, dass

„[…] die für eine Infektion mit Sars-CoV-2 notwendigen Moleküle auf der Zelloberfläche möglicherweise therapeutisch beeinflussbar sind“, so Dr. Jay Patankar, Erlanger Mitautor der Studie.

https://www.fau.de/2020/11/news/wissenschaft/erlanger-wissenschaftler-untersuchen-die-auswirkungen-von-sars-cov-2-auf-den-darm/ (4.12.2020)

Diese These planen die Forscher in einem nächsten Infektionsexperiment mit Darmzellen weiter zu untersuchen.

Was können wir tun?

Die Ergebnisse der Studien zu Covid-19 zeigen, dass das Virus überall im Körper für Chaos sorgen kann. Wie die Charité-Studie eindrucksvoll zeigen konnte, ist es wichtiger denn je, dass die eingeatmete Atemluft so rein und virenfrei wie möglich ist. An der frischen Luft draußen ist es mit genügend Abstand recht einfach, saubere Luft einzuatmen. In geschlossenen Räumen ist ein Wasservernebler, der die in der Luft befindlichen und mit Viren belasteten Aerosole durch eine spezielle Form der Luftdesinfektion abtötet, die momentan beste Möglichkeit, den Coronavirus unschädlich zu machen. So schützen wir uns vor einer Erkrankung, denn dadurch kann kein einziger Covid-19-Erreger über die Riechschleimhaut in den Körper gelangen.

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